Franziska Rhee-Donner, eine Österreicherin als erste Firstlady Koreas
Am 15. Juni 1900 wird Franziska Donner als Tochter von Rudolf Donner – einem Mineralwasserfabrikant – in Inzersdorf geboren. Nach der Handelsschule ist sie nach Schottland gegangen um dort eine Dolmetscherausbildung für Englisch zu absolvieren. Mit 20 Jahren heiratete sie einen Rennfahrer, aber schon bald geht die Ehe wieder auseinander.
Im Februar 1933 reist sie im Rahmen einer Europareise mit ihrer Mutter durch die Schweiz und lernt dabei zufällig in einem Restaurant den Koreaner Dr. Rhee Syngman kennen.
Dr. Rhee Syngman lebte zu dieser Zeit als Exilpolitiker in Amerika und war zu einer Konferenz in der Schweiz. Er war 25 Jahre älter als Franziska Donner und als er im selben Jahr in Wien war um seine Reise nach Moskau planen, machte er ihr einen Heiratsantrag und entgegen dem Willen der Eltern heiratete Fransiska Donner den Koreaner Dr. Rhee Syngman am 8. Oktober 1934 in New York. Auch die Koreaner waren gegen die Heirat von Dr. Rhee mit einer Österreicherin und selbst bei Einladungen nach Hawaii wurde von Koreanern darauf hingewiesen, daß man ihn ohne eine Ausländerin empfangen möchte.
Ihre Mutter hatte sie nach ihrer Abreise niemehr gesehen.
“Zuerst ist er mein Mann, dann erst Euer Präsident”
Dieser Satz spiegelt die Einstellung Franiskas Rhee Donner und auch ihre Aufopferung ihrem Mann gegenüber, nicht nur im Haushalt, sondern auch im Arbeitsalltag.
Den zweiten Weltkrieg verbringt das Paar in Washington DC um von dort für die Unabhängigkeit zu kämpfen. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges im August 1945 war auch die 36 jährige japanische Kolonialherschaft in Korea zu Ende. Im Oktober 1945 kam Dr. Rhee nach 30 Jahren zurück nach Korea und Franziska kam im März 1946 nach Seoul nach. Im Dezember 1948 wird Dr. Rhee Präsident von Südkorea. Seine Frau lehnte die üblichen Aufgaben einer Firstlady ab und lernte auch kein Koreanisch.
Als es 1950 zum Korea Krieg kam ging das Paar nach Busan, bis von dort Verstärkung der Amerikanern kam.
Am 27. Juli 1953 wird eine Waffenstillstandsabkommen abgeschlossen. Danach kommt es zu Misswirtschaft und Korruption im Lande führte zu Unzufriedenheit von Studenten und Arbeitern.
Der President versucht mit Gewalt das eigene Volk zu unterdrücken und lies auch auf Demonstranten im eigenen Land scharf schiessen. Dieses Vorgehen war 1960 auch das Ende seiner Präsidentschaft und im selben Jahr wurde er auch eingeladen, Freunde in Hawai zu besuchen.
Am Ende eine Reise nach Hawaii
Eine Bekannte bietet den eigenen Sohn als Adoptivsohn an, das Paar nimmt dieses Angebot auch an. Als der Dr. Rhee wieder zurück nach Korea wollte wurde ihm mitgeteilt, daß man seine Rückkehr nicht wünschte. Auch Franziska bekam ein Aufenthaltsverbot für Korea.
Nach der Beerdigung ihres Mannes geht sie nach Wien zurück und lebt dort in einer kleinen Wohnung, bis sie 1970 für immer nach Seoul zurückkehrt und lebt dann dort 22 Jahre lang im Kreise ihrer Familie in der Nähe des Grabes ihrer Mannes – erst dann kommt es zu einer Nähe von Franziska an Korea.
Am 19. März 1992 stirbt Franziska Donner-Rhee.


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