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Seite 15

23. März 2004
Gyeongju 13.-15. Februar
Wir sind in den Südwesten zu Ja Yeun’s Heimat, Gyeongju, fürs Wochenende gefahren. Es dauerte 4Std20Min mit dem Zug und es gab ausreichend Platz für die Beine im Zug (ich verstehe nicht, warum Ausländer sich beschweren). Wir sind spät Freitag Abends angekommen und wurden von ihren Eltern abgeholt. Ihr erstes Kommentar war “Dieses Auto gehört nicht meinem Vater”. Wir saßen in einem großen, netten schwarzen Auto für die nächsten 30 Minuten auf dem Weg zu Außerhalb der Stadt, zu dem “kleinen Gästezimmer”, das für uns reserviert war. Auf dem Weg erfuhr ich, dass Mr. Kim eine höhe Position an dem Atomkraftwerk in dieser Gegend hat und der Wagen war ein Firmenwagen (wir wurden auch am Samstag damit herumgefahren). Das kleine Gästezimmer war schließlich eine Zwei-Zimmer-Wohnung in einem Gästehausdorf. Dadurch dass wir Nachts ankamen, hatte ich keine Ahnung von der Umgebung, bis mir Ja Yeun am darauffolgenden Morgen sagte, dass ich unter Umständen auf der Terasse ein Foto machen möchte. Ich bin rausgegangen und konnte meinen Augen nicht glauben. 20m bis zum Ostsee…

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Ja Yeun 20m bis zur Ostsee

Samstag war ein anstrengender Tag, Sehenswürdigkeiten pur von 10 Uhr Morgens bis 5 Uhr Abends, auf einer sehr koreanischen Art und Weise. Wir gehen rein, rennen durchs Gelände, steigen ins Auto und fahren zum Nächsten. Ich hab zumindest sieben der wichtigsten Sachen jener Gegend gesehen. Gyeongju war die Hauptstadt der Silla Dynastie und heutzutage ist die Stadt wie ein lebendes Museum. Es ist nicht erlaubt, hohe Gebäude aufzubauen und sie wollen die Stadt sowieso so “echt” wie möglich behalten.
Jenny Julkunen Korea Koenig Munmu Die Legende erzählt, dass während der Silla Dynastie im Jahre 675 gestorbener König Munmu inn die Mitte dieser Steine in einem riesigen aus Stein gefertigten Sarg begraben wurde, weil er das Land als “Geist” der See beschützen wollte. Andere Geschichten sagen, dass diese Steine nur Propaganda seien und die richtige Stelle 5-6 Milen in Richtung Süden ist.
Seokguram Grotto sieht nicht besonders luxuriös aus, aber das Häuschen, das auf dem Bild zu sehen ist, schützt das eigentliche UNESCO nationales Kulturgut NO.24, während der Silla Dynastie gefertigte 3,48m höhe Buddha Skulptur (Das Bild ist aus einem Reiseführer, denn es war nicht erlaubt, dort drinnen Bilder zu machen).

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Seokguram Grotto

Bulguksa Tempel war ursprünglich im 15. Jahrhundert gebaut und 1972 neugebaut. Die meisten historischen Gebäuden in Korea wurden von den Japanern abgebrannt. Es war schon irgendwo deprimierend, überall Dasselbe lesen zu dürfen: “…wurde bei den Japanern abgebrannt und teilweise oder komplett neugebaut…” Ich hab keine Bilder von dem Tempel gemacht, aber ich hab die Wächter von Buddha auf beiden Seiten des Haupteingangs fotographiert. Sie tragen die Namen Nord, Süd, Ost und West, aber ich kann mich nicht daran erinnern, welches ist wer. Ich hab auch das Stone Pagoda of Bulguksa fotographiert. Es gibt sehr ähnliche Steinsachen überall bei Palasten und Tempeln. Ursprünglich gab es eine Löwe auf jeder Seite, jetzt nur noch auf Einer.
Auf dem Gelände des Stone Pagoda of Bunhwansa hab ich nur diesen Fish fotographiert. Es ist eine Glocke der Buddhisten, der Glück bringen sollte. Irgendwo hab ich diese Bäume gesehen, sie wachsen ganz merkwürdig.

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Bulguksa Tempel

Eins der meist beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten war definitiv der Tumuli Park. Der Park sieht ein wenig anders aus im Sommer, wenn das Gras auch grün ist, aber es ist nicht die Hauptsache dieses Parks. Die riesigen Hügeln, die auf dem Bild zu sehen sind, sind eigentlich Gräber der ehemaligen Königen. In jedem Hügel gibt’s einen aus Holz gefertigten Sarg mit der Leiche samt Vermögen. Um den Sarg herum gibt’s meterweise Erde und Steine. Jenny Julkunen TumuliparkEs gab auch Dobbelhügel, welches heisst, dass in dem kleineren Hügel die Ehegattin begraben war. Nur zwei aller Gräber waren eröffnet and dasjenige, wo wir nicht reingehen konnten um anzuschauen, war von einem bekannten König. Das andere, wo man innen sich anschauen konnte, wie das ganze gebaut ist, da kannte man den ehemaligen “Einwohner” nicht. Ähnliche aber sehr kleine Gräber kann man überall auf dem Lande sehen, die sind für die “normalen” Leute. Es schien dort keine besonderen Friedhöfer zu geben, sondern die Leute werden dort begraben, wo sie auch gelebt haben. Es ist sehr teuer, Gräber dieser Art zu bauen.
Jenny Julkunen KoreaAm Abend hat Ja Yeun’s Mutter ihre Tochters Grippe mit einer eine Akupunktur-ähnliche Behandlung gepflegt, wobei diese brennenden Dingern auf die Handfläche auf bestimmten Punkten aufgesetzt wurden. Ich durfte Dasselbe am Sonntag Morgen erleben. Es war wirklich lustig.
Am Sonntag haben wir nichts weiteres gemacht, als das Gyeongju National Museum besucht. Wir haben uns die Ausstellungen angeschaut und draußen hab ich dann das Korean Bell fotographiert, auf dem Close-up kann man die Oberfläche sehen. Wie schön…

Gyeongju National Museum Gyeongju National Museum Gyeongju National Museum
Gyeongju National Muesum Bushaltestelle

Die Bushaltestelle vor dem Museum war schon eine Sehenswürdigkeit an sich. Das Lustige bei den Busfahrten in der Stadt war, dass der Preis der Fahrt von der Anzahl der Sitze abhängig war. Gibt es zwei Sitze nebeneinander, kostet die Fahrt 1150 won (ca. 80 Eurocent) aber gibt es nur jeweils einen Sitz, kostet die Fahrt 800 won (ca. 56 Eurocent). Die Eintrittsgebühren für die Sehenswürdigkeiten waren im Allgemeinen sehr billig, 400-3000 won.
Wir sind zurück nach Seoul am Sonntag mit dem Bus gefahren, es waren 362,7km und hat 4,5 Stunden gedauert.
Hier ist eine kleine Geschichte zu dem Naesosa Tempel im Byeonsanbando Nationalpark, das ich Anfang März besuchte. Leider nur auf Englisch.

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