Busan hat ein paar vorgelagerte Insel die zunehmend auch verkehrstechnisch stärker an die Halbinsel angebunden werden. Im letzten Jahr zB. wurde die Namhang Large Bridge zwischen der Halbinsel und Yeongdo (영도) fertiggestellt und weitere Brücken sind “under construction”. Eine dieser Brücken führt auf Gadeokdo (가덕도), eine Insel im Westen die bislang nur per Schiff/Boot erreicht werden konnte. Der Legende nach ist die Insel einst als Berg (und Teil von Gimhae (김해)) versunken und wieder an die Oberfläche gekommen – seit 1989 gehört die Insel auch zu Busan.
Bald wird man über die Gadeok Large Bridge auf Gadeokdo kommen und dann über die Geoga Large Bridge weiter auf die Geojedo (거제도). Seit diesem Jahr (2009) kann man mit dem Auto bis auf Gadeokdo fahren, auf allen Onlinekarten fährt man dabei zZ. noch über Wasser.
Wir sind mit den öffentlichen Verkehrsmittel vom Busan Zentrum bis nach Oeyangpo (외양포) gefahren.
Vom Busan Zentrum, vorbei am Busan New Port, bis nach Oeyangpo
Von der U-Bahn Station Hadan (하단) der Linie 1 fährt man mit dem Bus Nr. 58 bis zur Endstation Sonchang (선창). Der Weg dorthin führt über Eulsukdo (을숙도) im Nakdong Fluß. Durch das Industriegebiet färht man dann weiter und kommst schließlich auf Gadeokdo an, der Endstation der Buslinie 58. Zur Zeit endet auch die Brücke hier.
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Der aktuelle Baufortschritt der “Gadeok Large Bridge” an der Endhaltestelle der Busnummer 58 |
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Von hier fährt die Busnummer 1 an der Westküste der Insel entlang. Aktuell passiert man eine Häusersiedlung die einer Geisterstadt gleicht, weil die Häuser gerade abgrissen werden und einer breiten Straße weichen. Nach 8km ist man in Cheonseong (천성) und hat eine kurvenreiche Fahrt hinter sich. Jetzt kann man mit dem Schiff weiterfahren:
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Laut Plan fährt das Schiff zweimal vormittags und zweimal nachmittags von Cheonseong (천성) ab. |
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Wir sind bis Oeyangpo (외양포) gefahren und dort ausgestiegen.
Oeyangpo (외양포) ist anders
Ohne gleich zu wissen was es ist, fällt einem in diesem kleinen Ort (gelegentlich auch “Woeyangpo” geschrieben) sofort auf, daß er sich von den üblichen ländlichen koreanischen Dörfern unterscheidet. Hier gibt es keine Gründstücksmauern, dadurch wächst der ganze Ort zusammen und die alten Häuser sind keine traditioinellen Häuser aus Lehm, sondern haben teils japanische Aufbauten.
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In Oeyangpo (외양포) ist nach wie vor die Geschichte zu erkennen. |
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Verlockend sind dabei die Gakibäume mit ihren tiefhängenden Früchten. Vereinzelt sieht man auch noch die alten Wasserbrunnen.
Wenn man den Hügel Richtung Osten aufwärts geht kommt man zu einem Denkmal, daß sich Japaner im Jahr 1936 gesetzt haben um an Ihren Kampf gegen die Russen im Jahr 1905 zu erinnern.
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Denkmal am Eingang zum ehemaligen jap. Militärstützpunkt. |
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Der Blick aus dem Munitionslager. |
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Innenansicht – zweigeteilt in einen Vorraum und einen Hauptraum. |
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Von hier kann man weiter zum Leuchtturm oder über den Hügel retour nach Daehang (대항) gehen, wo es ein paar Restaurants gibt und auch das Schiff wieder anlegt.
Daehang (대항) – die schmalste Stelle der Insel
Dieses Dorf ist an der Westseite der schmalsten Teiles der Insel, in wenigen Fußminuten gelangt man zur Ostseite und hat einen herrlichen Ausblick auf Busan:
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Blick vo Gadeokdo (가덕도) nach Saha-gu (사하구) an der schmälsten Stelle der Insel. |
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Mit dem letzten Schiff kann man retour bis nach Cheonseong (천성), mitunter eine gute Gelegenheit um bei einem Fischerboot direkt einen Fisch zu kaufen:
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Fischer in Cheonseong (천성) beim Abladen. |
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Der Hafen liegt westlich der Insel, dh. wenn man etwas spät dran ist, kann man auch den Sonnenuntergang genießen.
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Abendrot in Cheonseong (천성) |
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Wir müßten rund eine halbe Stunde auf den Bus warten und fahren deswegen per Anhalt zurück. Ein Fischer nimmt uns mit, der schon viele Jahr nach Gadeok kommt und sich zwar freut, daß er nun mit dem Auto anreisen kann, aber auch gleichzeitig klagt, daß sein Ertrag seither merklich geringer wurde.
Anreise mit den Öffentlichen Verkehrsmittel:
Map was generated with OpenStreetMap-plugin.
| ==> | Buslinie 58 | ca. 45 Minuten | ||
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| ==> | Buslinie 1 | ca. 20 Minuten | ||
| ==> | mit dem Schiff | ca. 20 Minuten | ||
| ==> | zu Fuß | ca. 1 Stunde | ||
| ==> | mit dem Schiff | ca. 15 Minuten |
Links zum Thema:
Madang [de]
Ideenwettbewerb zu Entwicklung der Insel [en]










Gute Alternative zum Auto. Ich bin froh, dass beim letzten Besuch der Insel mein Schwager gefahren ist. Besonders da, wo es einspurig wird. Noch ist die Insel touristisch kaum erschlossen. Das kommt wohl erst mit dem Ausbau der Straßen. Bin mal gespannt,was in Zukunft mit den japanischen Überbleibseln passiert.
@Jens-Olaf
Sollte die Entscheidung für den zweiten Großflughafen – neben Incheon – auf Gadeokdo fallen, wird das nochmals starke Veränderungen bringen.
Aktuell sind noch Miryang und Gadeokdo für den Flughafen “im Rennen”.
Und daß dieses Gebiet militärisch nachwievor interessant ist zeigt auch das Busan-Geoje Fixed Link Project. Bei der Verbindung zwischen Geojedo und Gadeokdo ist der erste Teil zwischen Gadeokdo Daekukdo ein Unterwassertunnel ua. aus militärischen Gründen.